Fünf Jahre voller Einsatz für Kärntens Bauernfamilien
Schutz von Hof und Eigentum
Bei der Umsetzung des Kärntner Wolfsmanagements war die LK in enger Abstimmung mit den fachlich zuständigen Stellen im Land und hat durch konsequente Lobby-Arbeit dazu beigetragen, dass das Alm- und Weideschutzgesetz einstimmig im Landtag beschlossen werden konnte. Durch die Einladung hoher EU-Spitzenbeamter nach Kärnten, die hier erstmals eine Alm besucht haben, hat auch die LK Kärnten bei der Absenkung des Schutzstatus von Wölfen einen nicht unwesentlichen Beitrag geleistet.
Bei der Hofübergabe konnte durch ein gemeinsam mit der Notariatskammer beauftragtes Gutachten Rechtssicherheit geschaffen werden. Hofübernehmer werden vor unleistbaren Zahlungen an weichende Erben und damit Erbhöfe vor Zerschlagung geschützt.
Bei Entschädigungszahlungen konnten zahlreiche Verbesserungen ausverhandelt werden. Sowohl die Entgelte für die Nutzung von Forststraßen für Mountainbiker als auch die Entschädigungen für Breitbandausbau konnten angehoben werden.
Bei der Lagerung von Siloballen konnte durch konsequente Interessenvertretung eine Bewilligungspflicht vermieden und eine praxistaugliche Lösung gefunden werden.
Dem Tierärztemangel hat die LK mit zahlreichen Initiativen entgegengewirkt. So wurden mehr als 100 Jugendliche auf den Aufnahme-Test für das Nutztier-Veterinärstudium vorbereitet und zuletzt konnten gemeinsam mit dem Agrarreferat des Landes erstmals drei ausländische Tierärzte für das Drau-, Lesach- und Liesertal gefunden werden.
Starke Stimme für die Bäuerinnen und Bauern
Die Kampagne „Mach nicht Mi(s)t“ warb für mehr Respekt vor bäuerlichem Eigentum. Mit zahlreichen Medienkooperationen und der jährlichen Radiowoche wurde das Bewusstsein für den Mehrwert einer regionalen Landwirtschaft in der Bevölkerung gestärkt.
Wissen und Beratung für die Praxis
Verlässliche Hilfe für bäuerliche Familien
Die Bäuerinnenarbeit wurde 2023 im Landwirtschaftskammergesetz verankert und mit einem speziellen Bildungs- und Beratungsangebot wurden die Bäuerinnen in ihrem Wirken am Hof, in der Familie und in der Gesellschaft unterstützt.
Bei Not- oder Krisenfällen am Hof unterstützte die LK in über 500 Fällen mit Zivildienern am Hof oder Leistungen wie der sozialen Betriebshilfe. Rund 700 Beratungen durch LK-Psychologen runden das Angebot für die Bauernfamilien ab.
Betriebe unter Druck: LK legt 5-Punkte-Forderungspaket vor
Der Leistungsbericht legt Bilanz über die Vergangenheit, es bleibt aber viel zu tun, um die Interessen der Bäuerinnen und Bauern zu wahren. Angesichts der aktuellen Situation fordert die LK Kärnten von EU, Bund und Land konkrete Maßnahmen ein, um die bäuerlichen Betriebe zu entlasten.
1. Stopp der Brüsseler Bürokratie-Lawine
Mehr nationale Entscheidungsfreiheit statt ständig neuer EU-Regeln
2. Nein zu Lebensmittelimporten zu Dumping-Standards
Lebensmittelimporte nur nach EU-weit geltenden Standards erlauben
3. Inflationsanpassung der Ausgleichszahlungen
Faire Abgeltung für bäuerliche Leistungen
4. Rasche Entlastung bei Treibstoffpreisen
Aussetzen der CO₂-Abgabe und/oder Kürzung der Mehrwertsteuer auf Diesel
5. Wiederherstellungs-VO in Kärnten mit Hausverstand
Naturschutz auf Augenhöhe: Einbindung, Freiwilligkeit, Abgeltung